
Entstehung
Bereits um 1930 sammelten die Lehrer Wiechmann und Hensan geologische
Hinterlassenschaften und volkskundliche Gegenstände
auf der Insel als Anschauungsmaterial für den Heimatkundeunterricht.


Diese wurden 1957 als erste heimatkundliche Ausstellung in der Schule präsentiert.
Ein Jahr später zog die Ausstellung in eine Baracke der Viethschen
Stiftung am Möwenweg - Kirchdorf besaß sein erstes kleines Museum.
Durch die Spendenfreudigkeit der Poeler Bevölkerung wuchs das Ausstellungsmaterial enorm.
1975 entstanden in der ehemaligen Dorfschule zwei ständige Ausstellungsräume.
Nach aufwändigen Sanierungsarbeiten der Dorfschule präsentiert das
Inselmuseum auf 250 m² eine umfangreiche und regional konsequent begrenzte
Sammlung zur Natur- und Heimatkunde der Insel Poel.
Eine ständige Ausstellung zum Leben und den Werken des Malers Karl
Christian Klasen vervollständigt die wertvolle Sammlung.
Veranstaltungstipp
Samstag, 09.06.2012
"Kunst und Kram"
Abwechslungsreicher Markt im Findlingsgarten und auf dem Parkplatz des Museums, mit Kaffee und Kuchenverkauf des Museumsvereins im Saal des Inselmuseums.
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Veranstaltungsort/Treffpunkt
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Inselmuseum Kirchdorf, Möwenweg 4, Tel. 038425/20732
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Zeit
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10:00 - 16:00 Uhr
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Veranstalter
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Insel Museum Poel
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Weiter Veranstaltungen auf der Insel Poel finden Sie hier.
Sammlung
Auf Dokumentationstafeln erfahren Sie im Erdgeschoss des Museums alles zur
regionalen Geschichte Poels.
Der Rundgang beginnt mit der Entstehung der Insel, der Besiedlung, den
Naturschutzgebieten Langenwerder und Rustwerder, auch Fauler See genannt.
Es folgen der Festungsbau Ghert Ewert Pilooths in Kirchdorf (einmalig auf
der Welt), die Schwedenzeit, die Bevölkerungsentwicklung, die Poeler
Postgeschichte und die Cap Arcona-Gedenkstätte am Schwarzen Busch.
Der letzte Bereich ist der landwirtschaftlichen Entwicklung, dem
Züchter Hans Lembke, der Fischerei, dem Bootsbau und der touristischen
Entwicklung der Insel Poel gewidmet.
Hinzu kommen in nächster Zeit die Geschichte der Kirche, der Schule und
des Gesundheitswesens.
In 26 Vitrinen und frei stehend werden auf 250 m² rund 350 Museumsgegenstände
gezeigt, die die jeweiligen Dokumentationen anschaulich untermalen.
Die Sammlung des Inselmuseums an musealen Gegenständen besteht,
bis auf fünf Leihgaben, ausschließlich aus Spenden der
Bevölkerung und umfasst rund 6 000 Exemplare.
In der Fachbibliothek des Hauses befinden sich etwa 2 000 Bücher
(z. T. antiquarisch), Zeitzeugenberichte, Periodika und historisches Schriftgut aller Art.
Gern können Sie dieses Material nach vorheriger Terminabsprache, mit
Angaben zur Person und gegen Gebühr, zu Forschungszwecken einsehen.
Galerie
Dieser Raum besticht durch seine besondere Bauweise.
Er bietet auf 60 laufenden Metern eine Bilderhängefläche
mit den verschiedensten Blickwinkeln.
Die Oberfenster erhellen die Galerie vollkommen mit Tageslicht.
Vom Herbst bis zum Frühjahr zeigt dieser Raum Bilder des Mecklenburger
Malers Karl Christian Klasen.
Die KCK Gesellschaft unterstützt jährlich drei bis
vier weitere Künstler, deren Kunstwerke vom Frühjahr bis zum Herbst
hier zu sehen sind.
Veranstaltungshaus
Das Veranstaltungshaus, erst im Februar 2009 fertig gestellt, ist nicht nur
für das Museum sondern für die gesamte touristische Entwicklung der
Insel Poel eine Aufwertung.
Es wurde auf dem Platz des zur ehemaligen Schule und heutigen Museums
gehörenden Stalles errichtet. Der Veranstaltungsraum bietet Platz für 120 Besucher.
Es werden Künstler ausstellen sowie Vorträge, Kammerkonzerte und
Filme zu erleben sein. Aber auch andere Veranstaltungen sind am Tag und
am Abend geplant.
Die Termine entnehmen Sie bitte dem aktuellen Veranstaltungsplan der Insel Poel.
Foyer (Haupteingang)
Das Foyer ist ein moderner zentraler Raum (im Februar 2009 als Verbindungstrakt
errichtet) mit Museumskasse, Museumsshop und den jeweiligen Zugängen:
Museum, Veranstaltungshaus und Freigelände. Dieser Raum ist auch
Informationszentrum zur Geschichte der Insel Poel und zu den Veranstaltungen des Hauses.
Freifläche (Ruhezone)
Die Freifläche des Museumsgeländes umfasst in etwa 5 000 m².
Zwischen den Flächen der Modellanlage, des Findlingsgartens und des
Spielplatzes bleibt für parkähnliche Ruhezonen immer noch genügend Platz.
Angelegte Wege, Besucherbänke, Bäume und Sträucher (Kleine
Baumschule) sowie Blumen werden die Besucher zur Pause einladen.
Jährlich finden hier jeden zweiten Sonnabend in den Monaten Juni, Juli
und August Museumsmärkte statt.
Modell "Feste Poel"
Auf der Insel Poel gab es in Kirchdorf bis in das 18. Jh. eine große
Festungsanlage, die einmalig in ihrer Bauweise war. Sie war das Lebenswerk
des bekannten Festungsbauers Ghert Ewert Pilooth. Damals ein stolzes Gesamtobjekt
auf 24 ha, in deren Zentrum es eine Kirche, ein Schloss mit Unterkunftsgebäuden,
Wirtschaftsgebäuden, Stallungen, Versorgungseinrichtungen u. v. a. m. gab.
Auch ein einmaliger Schlossgarten gehörte dazu.
Mit Fertigstellung im Jahr 1618 begann der Dreißigjährige Krieg.
Die Besatzungen der Festung wechselten ständig. Durch den Westfälischen
Friedensvertrag wurde die Insel Poel mit Wismar und Neukloster schwedisch. Es
folgte ein hundertjähriger Pfandvertrag. Erst 1903 wurde die Insel Poel
ganz offiziell wieder Mecklenburg zugeordnet. Aber da waren von der Festungsanlage
nur noch einige unterirdische Gänge, Kellergewölbe und Grundmauern vorhanden.
Die Poeler haben die Ruinen der Festung mit der Zeit abgetragen und mit den
Steinen ihre Häuser aufgebaut. Von der gesamten ehemaligen Festungsanlage
sind heute nur noch die Wallanlagen zu sehen.
Die Kirche, die schon 1258 fertig gestellt war und von Pilooth geschickt
im Festungsbau mit einbezogen wurde, steht nach wie vor unversehrt auf ihrem Platz.
Weil an einen Wiederaufbau so einer Festung aus heutiger Sicht nicht zu denken
ist, soll diese Anlage auf dem Gelände des Inselmuseums im Maßstab
1:10 als Modell entstehen.
Insgesamt umfasst das Projekt der Qualifizierungs- und Entwicklungsgesellschaft
Wismar mbH 33 Objekte. Acht davon, die größten und aufwendigsten
Gebäude stehen bereits auf ihrem geplanten Platz. Mit diesen Schaustücken
kann bereits jetzt schon ein weitergehender Einblick in die frühere Lebens-
und Baukultur ermöglicht werden.
Poeler Findlingsgarten
Besuchen Sie den Poeler Findlingsgarten, so machen Sie eine Zeitreise durch
ca. zwei Milliarden Jahre Erdgeschichte.
Hier werden Gesteine gezeigt, die ausschließlich an den Küsten
oder auf den Feldern der Insel gefunden wurden. Sie sind in Gruppen zusammengestellt,
denen bestimmte Eigenschaften gemeinsam sind.
In jüngster Zeit hat man erkannt, dass Findlinge das Phänomen der
Vereisung besonders anschaulich zu erklären vermögen.
Der Findlingsgarten bietet allen Besuchern die Möglichkeit, sich mit
der geologischen Vorgeschichte unseres Landes vertraut zu machen und sie im
wahrsten Sinne des Wortes zu "begreifen".
Was in der Dauerausstellung des Hauses im Kleinen sehr gut dokumentiert wird,
finden Sie im Großen im Freien.
Der Garten ist ein gemeinsames Projekt der Gemeinde Ostseebad
Insel Poel und des Museumsvereins Insel Poel e. V. Er war, nach fast drei
Jahren, im Mai 2007 fertig gestellt.
Kleine Baumschule
In naher Zukunft entsteht durch die Initiative des Züchters Heinrich
Baudis und dem Museumsverein Insel Poel e. V., deren Mitglied er ist, eine
"Kleine Baumschule".
Die Bäume und Sträucher, darunter auch seltene Pflanzen, sind mit
Hilfe des Schaugartens der Hochschule Wismar mit Außenstelle in Malchow
auf der Insel Poel aufgezogen worden und warten schon als Jünglinge im
Findlingsgarten auf ihre Verpflanzung an den Bestimmungsort. Dort werden sie
beschriftet und können sich, zur Freude aller, frei entfalten. Einige
Pflanzen werden Jahre später auf dem Freigelände des Museums den
Besuchern Schatten spenden.
Spielplatz
Nach dem Drainieren des Geländes wird für die jungen Museumsbesucher
ein Spielplatz besonderer Art entstehen. Hier möchte der Museumsverein
Insel Poel e. V. auf die Einbeziehung der Natur und die Verwendung von
Naturmaterialien besonders Wert legen. Teilweise überdachte museumspädagogische
Möglichkeiten sollen einen interessanten Aufenthalt im Freien ermöglichen,
auch wenn das Wetter einmal nicht so schön ist. Die völlige Fertigstellung
ist für 2012 geplant.
Bis auf die Galerie ist das gesamte Angebot des Inselmuseums barrierefrei und ebenerdig.
Öffnungszeiten:
15. September bis 14. Mai:
Dienstag, Mittwoch und Samstag 10:00 bis 12:00 Uhr
15. Mai bis 14. September:
Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 16:00 Uhr durchgehend,
montags geschlossen
Gruppen und Führungen auch außerhalb der Öffnungszeiten nach
telefonischer Anmeldung unter Tel. 038425 20732
Eintrittspreise:
(lt. Satzung der Gemeinde Ostseebad Insel Poel vom 30.03.2004)
Einzelkarte
Erwachsene 2,50 Euro
Schüler und Studenten 1,25 Euro
Kinder unter 6 Jahre sind vom Eintritt befreit
Einzelkarte ermäßigt für Inhaber einer gültigen Kurkarte
Erwachsene 2,00 Euro
Schüler und Studenten 1,00 Euro
Gruppenkarte pro Person (ab 10 Personen)
Erwachsene 1,50 Euro
Schüler und Studenten 1,00 Euro
Zuschlag für Führungen je Person 0,50 Euro