Inselmuseum

Entstehung

1930 sammelten die Lehrer Wiechmann und Hensan geologische Hinter­lassenschaften und volks­kundliche Gegen­stände auf der Insel als Anschauungs­material für den Heimatkunde­unterricht. Diese wurden 1957 als erste heimat­kundliche Ausstellung in der Schule präsentiert.

Eine ständige Ausstellung zum Leben und den Werken des Malers Karl Christian Klasen vervoll­ständigt die wertvolle Sammlung.

Ausstellung

Auf Dokumentationstafeln erfahren Sie im Erdgeschoss des Museums alles zur regionalen Geschichte Poels. In 26 Vitrinen und frei stehend werden auf 250 Quadrat­metern rund 350 Museums­gegenstände gezeigt, die die jeweiligen Dokumentationen anschaulich untermalen.

Der Rundgang beinhaltet:

Die letzten Bereiche sind der landwirtschaftlichen Entwicklung, dem Züchter Hans Lembke, der Fischerei, dem Bootsbau und der touristischen Entwicklung der Insel Poel gewidmet.

Die Sammlung des Inselmuseums an musealen Gegen­ständen besteht, bis auf fünf Leihgaben, ausschließlich aus Spenden der Bevölkerung und umfasst rund 6 000 Exemplare.
In der Fachbibliothek des Hauses befinden sich etwa 2 000 Bücher (z. T. antiquarisch), Zeitzeugen­berichte, Periodika und historisches Schriftgut aller Art. Gern können Sie dieses Material nach vorheriger Termin­absprache, mit Angaben zur Person und gegen Gebühr, zu Forschungs­zwecken einsehen.

Galerie

Dieser Raum besticht durch seine besondere Bauweise. Er bietet auf 60 laufenden Metern eine Bilder­hänge­fläche mit den verschiedensten Blickwinkeln.
Vom Herbst bis zum Frühjahr zeigt dieser Raum Bilder des Mecklenburger Malers Karl Christian Klasen. Die Werke wurden dem Museum von der Karl-Christian-Klasen-Gesellschaft (e.V.) und von der Stiftung Mecklenburg als Dauer­leihgabe zur Verfügung gestellt.
Die Karl-Christian-Klasen-Gesellschaft unter­stützt jährlich drei bis vier weitere Künstler, deren Kunstwerke vom Frühjahr bis zum Herbst hier zu sehen sind.

Veranstaltungshaus

Das Veranstaltungshaus ist nicht nur für das Museum sondern für die gesamte touristische Entwicklung der Insel Poel eine Aufwertung.
Der Saal des Museums, der 2009 fertig­gestellt wurde und für 120 Besucher Platz bietet, steht außerdem für zahl­reiche Kultur­veranstaltungen zur Verfügung.
Die Termine entnehmen Sie bitte dem aktuellen Veranstaltungsplan der Insel Poel!

Im Inselmuseum haben Einheimische und auch Gäste die Möglichkeit, sich von Standes­beamten aus Wismar trauen zu lassen. Erleben Sie einen der bedeutendsten Momente Ihres Lebens auf der Insel Poel...

Modell „Feste Poel“

Auf der Insel Poel gab es in Kirchdorf bis in das 18. Jahr­hundert eine große Festungs­anlage, die einmalig in ihrer Bauweise war. Sie war das Lebens­werk des bekannten Festungs­bauers Ghert Ewert Pilooth. Damals ein stolzes Gesamtobjekt auf 24 Hektar, in deren Zentrum es eine Kirche, ein Schloss mit Unterkunfts­gebäuden, Wirtschafts­gebäuden, Stallungen, Versorgungs­einrichtungen u. v. a. m. gab. Auch ein einmaliger Schloss­garten gehörte dazu.

Mit Fertigstellung im Jahr 1618 begann der Dreißig­jährige Krieg. Die Besatzungen der Festung wechselten ständig. Durch den West­fälischen Friedens­vertrag wurde die Insel Poel mit Wismar und Neukloster schwedisch. Es folgte ein hundert­jähriger Pfand­vertrag. Erst 1903 wurde die Insel Poel ganz offiziell wieder Mecklenburg zugeordnet. Aber da waren von der Festungs­anlage nur noch einige unter­irdische Gänge, Keller­gewölbe und Grund­mauern vorhanden.

Die Poeler haben die Ruinen der Festung mit der Zeit abgetragen und mit den Steinen ihre Häuser aufgebaut. Von der gesamten ehemaligen Festungs­anlage sind heute nur noch die Wall­anlagen zu sehen.
Die Kirche, die schon 1258 fertig­gestellt war und von Pilooth geschickt im Festungsbau mit einbezogen wurde, steht nach wie vor unversehrt auf ihrem Platz.

Weil an einen Wiederaufbau so einer Festung aus heutiger Sicht nicht zu denken ist, soll diese Anlage auf dem Gelände des Insel­museums im Maßstab 1:10 als Modell entstehen.
Insgesamt umfasst das Projekt der Qualifizierungs- und Entwicklungs­gesellschaft Wismar mbH 33 Objekte. Acht davon, die größten und aufwendigsten Gebäude, stehen bereits auf ihrem geplanten Platz. Mit diesen Schau­stücken kann bereits jetzt schon ein weit­gehender Einblick in die frühere Lebens- und Baukultur ermöglicht werden.

Poeler Findlingsgarten

Besuchen Sie den Poeler Findlings­garten, so machen Sie eine Zeitreise durch ca. zwei Milliarden Jahre Erdgeschichte. Hier werden Gesteine gezeigt, die ausschließlich an den Küsten oder auf den Feldern der Insel gefunden wurden. Sie sind in Gruppen zusammen­gestellt, denen bestimmte Eigen­schaften gemeinsam sind.
Der Findlingsgarten bietet allen Besuchern die Möglichkeit, sich mit der geologischen Vorgeschichte unseres Landes vertraut zu machen und sie im wahrsten Sinne des Wortes zu „begreifen“. Der Garten ist ein gemeinsames Projekt der Gemeinde Ostseebad Insel Poel und des Museums­vereins Insel Poel e. V. und wurde, nach fast drei Jahren, im Mai 2007 fertiggestellt.

Bis auf die Galerie ist das gesamte Angebot des Insel­museums barriere­frei und ebenerdig.

Öffnungszeiten

15. September bis 14. Mai:
Dienstag, Mittwoch und Samstag 10:00 bis 12:00 Uhr

15. Mai bis 14. September:
Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 16:00 Uhr
montags geschlossen

Gruppen und Führungen auch außerhalb der Öffnungszeiten nach telefonischer Anmeldung unter 📞︎ 038425 20732

Eintrittspreise

(lt. Satzung der Gemeinde Ostseebad Insel Poel vom 30.03.2004)

Einzelkarte

Erwachsene 2,50 Euro
Schüler und Studenten 1,25 Euro
Kinder unter 6 Jahre sind vom Eintritt befreit

Einzelkarte ermäßigt für Inhaber einer gültigen Kurkarte

Erwachsene 2,00 Euro
Schüler und Studenten 1,00 Euro

Gruppenkarte pro Person (ab 10 Personen)

Erwachsene 1,50 Euro
Schüler und Studenten 1,00 Euro
Zuschlag für Führungen je Person 0,50 Euro

Anschrift

Inselmuseum
Möwenweg 4
23999 Kirchdorf
📞︎ 038425 20732